No hurry, chicken curry

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Ein wahrhaft slow day war gestern, bisserl Reis geerntet, Blätter für die Viecher von Bäumen geschnitten, ein wenig an der Hauselektrik gebastelt (jetzt kann Madame ihr Telefon laden, ohne dass das ganze Dorf Flackerlicht hat) Rakshi gebrannt (sehr beschaulich) und getestet, mit dem Gurkamesser das Hühnchen im Bild enthauptet, entfedert und ausgenommen. Und auf Anweisung der Mutter in ein Curry verwandelt, ich hätte ja noch Nelken und Zimt genommen, aber das wächst da nicht. Also einfach die drei Gs in Gee anschwitzen, klein gehackter Exgockel dazu, rühren im Wok, Temperatur über das rein- und rausziehen des Feuerholzes regeln, den Reis (selbst geerntet, getrocknet und gemahlen) derweil im Schnellkochtopf auf der Gasflamme garen lassen. Ein paar gehackte Tomaten und Zwiebeln dazu. Salz und Garam Masala. Fertig ist die Vorspeise.
Ich werde ja immer komisch angeguckt, wenn ich die Knochen nicht mit esse, meine Erklärungen führen dann dazu, dass die locals besonders große Knochen wie die Oberschenkel genüsslich zerkauen. Gute Zähne haben ja alle hier, auch wenn der nächste Zahnarzt Meilen entfernt ist.
Irgendwann kam dann der Vater dazu, fand das ganze ganz lecker, aber er meinte, es schmeckt anders. Das Dal Bhat seiner Gattin war dann wieder ganz so, wie er es kannte.
Dafür war er ganz aus dem Häuschen, als ich sein Bier (hatte ich noch schnell besorgt, bei uns wäre das eine Wanderung, 400 hm, 3h) mit dem Feuerzeug öffnete und ihm zeigte, wie das geht. Jetzt, meinte er, kann er etwas, was sonst keiner im Dorf kann.
Zu blöd, das Tuborg Anfang des Jahres auf tear-off-Verschlüsse umgestellt hat.

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